Heimatgefühle

Eine kleine Hommage an die „Familie“. Prosa wäre zu schade für diesen Ort der Mystik!

 

Des Sommers sanfte,warme Brise,

der Duft einer blühenden Sommerwiese.

Gesang von tausend froh jauchzend Getier,

warum kann ich nicht dort sein, sondern bin hier?

 

An jenem Ort wo die Sonne nie scheint,

wo Dunkelheit teuflisch mit Pein sich vereint.

Aus Tiefen und Höhen,

der Wand kahler Ritzen,

schlüpfen sie nun hervor, um zu geißeln, zu schlitzen.

Ich höre sie kratzen und kriechen und höhnen,

des Todes sich labend, dem Blutrausche frönen.

 

Dämonen der Hölle, so hässlich wie alt,

Verderben umdrängt mich, es jault und es hallt.

Schmettert Elend und Marter aus Gängen und Wänden,

die einer wie alle im Höllenschlund enden.

 

Blutdürstige Fratzen, abscheulich Gebein,

sie stopfen, sie schmatzen, sie schlingen hinein.

 

Ruchlose Residenz stets währender Nacht,

ein Engel der Finsternis todbringend wacht.

In jeglichen Winkeln das Böse entkeimt,

Verdammung und Drangsal auf ewig vereint.

 

Ich höre ihr Rufen, ihr Bitten und Flehen,

und weh mir, vollziehe ich selbst das Geschehen.

Die Begierde nach Blut, ein wüstes Verlangen,

ich massakriere und schlucke, mitnichten befangen.

Die Seele sie kreischt, welch herrlicher Schmaus,

Niemals will ich fort, dies ist mein Zuhaus.

Ich beuge mich tief, flüster leis zu ihm hin,

„Willkommen seist du, im Dark Angels Inn!

 

Beitragsbild: Copyright „Filmpark Babelsberg GmbH“

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nach Jahren fand man in der Kiste…

    • Vorweg: das hier muss nicht gelesen werden,  ist quasi nur für mich.  Beim Aufräumen fand ich eine Anthologie, in welcher eine meiner Kurznachrichten verlegt wurde.  Zu meiner Überraschung waren es aber zwei Geschichten.  Diese hier war völlig aus meinem Kopf verschwunden, um so erfreuter war ich sie zu lesen.  Und ich mag sie irgendwie.  Also hier ist das wunderbare Exemplar aus dem Jahr 2004, nur fotografiert, weil zu faul zum abtippen.  Und wie gesagt,  sie existierte bis gerade nicht mehr.

Am Ende der Hoffnung

Da ist er, der all jährige Weihnachtsblog, viel Vergnügen?!

Vor geraumer Zeit sah ich eine Dokumentation über die Golden Gate Bridge. Dort wurden an verschiedenen Stellen Kameras installiert, ein Filmteam war täglich vor Ort und am Ende entstand der Domkumentarfilm (The Bridge), welcher von Menschen berichtet, die an dieser Stelle in den Tod sprangen. 24 menschliche, fühlende Personen im Jahr 2004 fanden hier das Ende ihres Leids.

Was sie dazu bewogen hat, warum sie keine Hoffnung mehr sahen, ich kann es nicht erklären, der Film versucht es zu vermitteln, aber am Ende bleiben doch nur Fragezeichen darüber was sich in ihrem Inneren bewegt haben muss, oder zu einem endgültigen Stillstand kam.

Aber man bekommt eine Idee davon, wie es dazu kommen konnte, wenn man diesen Film sieht, und es schmerzt. Jede Minute dieser Doku stellt die Worte „human beeing“ konstant in Frage.

Denn die Menschen kommen nicht einfach, klettern über den Zaun und springen. Sie ringen mit sich, gehen auf und ab, stehen sehr lange an der Brüstung bevor sie springen. Warum zögern sie? Sie warten wahrscheinlich darauf gesehen zu werden, das Gefühl, doch nicht allein zu sein in einem Universum aus Einsamkeit des Einzelnen in einer überbevölkerten Welt. Gesehen von denen, die an ihnen vorbei gehen. Die sie ansehen und weiter laufen. Die mit ihrem Auto vorbei fahren. Einfach ihres Weges. „Nicht mein Bier“. Und es sind ein Menge, die vorbei ziehen in diesem Film, sehr viele Statisten im Drama des Lebens. Manche bleiben sogar einige Meter weiter stehen, um sich genau anzusehen was passiert. Und jeder von ihnen hat die Person wahr genommen, die dort steht und wartet, in einem letzten Akt von Hoffnung.

Schuld ist in diesem Augenblick ein schweres Wort. In einem Moment solcher Verantwortung, auf die man nicht vorbereitet ist, kommt unser eigenes innerstes Ich, das Über- Ich  zum Vorschein, welches unserer Moral entspricht und was wir so gern betrügen. Täglich .

Indem wir von A nach B hetzen, Arbeit, Hobby, Haushalt, Einkaufen bleibt unsere Menschlichkeit auf der Strecke. Weil wir einfach keine Zeit haben Dinge außerhalb unseres Kosmos wahrzunehmen. Und wenn wir die Zeit hätten, am Abend, am Morgen, am Mittag- wann auch immer, dann ballern wir uns zu mit Netflix, Facebook, Handy und Co., lassen das Über-Ich verkümmern und es bleibt nicht mal ein Ich, nein, wir werden zu einer Welt voller „Es“, Roboter in menschlicher Hülle, reduziert auf Bedürfnisbefriedigung.

Menschlichkeit will gefüttert werden. Wo wir bei der Besinnung angekommen wären. Besinnlichkeit bedeutet nicht einmal im Jahr an andere zu denken, oder das teuerste Weihnachtsgeschenk zu kaufen, weil nur teuer  Bedeutung zum Ausdruck bringt. Es beutet Selbstreflexion. Und diese sollte ständig stattfinden, eben damit wir menschlich bleiben und nicht zu monotonen Wesen degradieren, in einer Welt voller Wut und Hass.

Hass bringt uns nicht weiter auf unserem Weg zu einem erfüllteren Leben. Wut macht nicht glücklich. Ist das miese Gefühl der Ungerechtigkeit verschwunden, wenn wir Profile hacken, die Identität anderer annehmen und in deren Leben rumpfuschen? Wenn wir dem Ex immer und immer wieder kleine Steine in den Weg werfen, weil er unseren Stolz verletzt hat? Wenn wir andere Personen verletzten, nur weil wir selbst verletzt wurden? Nein, das ist es nicht. Es ist als wolle man ein Buschfeuer mit einer Wasserpistole löschen. Es braucht keine Gewalt um Dinge zu ändern, und es gibt keine Befriedigung indem man Schmerz weiter gibt.  Man muss akzeptieren was man nicht ändern kann, und ändern, was man nicht akzeptieren kann. Und dazu werden nur zwei Dinge benötigt. Zeit und aktives Denken.

Zeit für sich selbst und sein Über-Ich. Ohne Bewusstseins betäubende Dinge denken. Alleine sein heißt nicht einsam sein, sondern zu sich selbst zu finden. Wenn wir aus unserem kleinen Alltag ausbrechen, uns offen neuen Dingen widmen, die da sind, uns aber nie interessiert haben, dann füttern wir die Menschlichkeit. Wenn wir uns besinnen und Sachen Aufmerksamkeit schenken, die zwischen den Zeilen passieren und nicht offensichtlich sind wie ein Felsbrocken auf der Straße, wenn wir Masken auf Gesichtern erkennen, dann sind wir auf einem guten Weg an der Brücke nicht weiter zu gehen. Stehen zu bleiben und ganz ohne viele Worte Leben zu retten.

Am Ende der Hoffnung befindet sich kein unüberwindbarer Berg, kein endlos tiefes Meer, keine Tür ohne Griff und keine ewige Stille in einem Raum voller Lärm. Es ist Grau am Ende der Hoffnung. Aber in dem Grau befinden sich unzählige Spektren, sie sind da, in allen Farben, man muss sich nur die Zeit nehmen, um genau hinzusehen.

I am a River.

Frohe Weihnachten!

 

 

-Don’t you know
They’re talkin‘ about a revolution
It sounds like a whisper- T.C.

 

Tote Mädchen lügen nicht- eine Rezension, oder: die Vergänglichkeit des Lebens

Das ich diese Serie gesehen habe ist schon einige Wochen her, ich wollte etwas Zeit vergehen lassen, um neutral darüber schreiben zu können, aber ich bin immer noch wütend. Man könnte diesen Artikel auch anlehnend an den letzten Blog sehen, ich bekam sehr viele böse Kommentare, und das ist gut. Ihr könnt mich gern beschimpfen so viel ihr wollt, wenn polarisieren bedeutet, dass auch nur ein Leser über das System nachdenkt, dann ist es gut.

Die Serie handelt von dem Suizid eines Mädchens, welche vorab auf Kassetten ihren Leidensweg dokumentierte, welche nach ihrem Tod von all ihren Peinigern angehört werden sollen. Durch die Serie führt der Hauptprotagonist, welcher die Kassetten anhört und somit die Geschichte erzählt. Das Zielpublikum sollen hierbei Jugendliche sein. Der Produzent, oder die Produzenten  der Serie behaupten, sie hätten diese Serie aus Präventionsgründen gedreht, und um zu zeigen wie schmerzhaft der eigene Tod ist.

Da ich selbst zu diesem Thema vorbelastet bin, kann ich sehr gut beurteilen, dass diese Aussage eine ganz große Lüge ist. Hier geht es nicht um Vorbeugung, sondern um Quote. Ich bin erwachsen, und selbst ich bin mit einem schlechten Gefühl aus der Serie gegangen, wie muss es dann erst einem Jugendlichen gehen, dem sowieso schon täglich sämtliche Synapsen durch knallen? Der Suizid wird hier romantisch dargestellt, der Hauptcharakter selbst ist der einzig „Unschuldige“, der in das Mädchen verliebt war, welches sich das Leben nahm. Der Zuschauer wird auf einen emotionalen Trip von Liebeskummer und Schmerz geschickt. Der Suizid an sich wird voll gezeigt, allerdings nicht schmerzhaft wie es nun mal ist, wenn man stirbt, sondern ruhig. Die Schuld wird hier an alle Personen weiter gereicht, nur nicht an sie selbst. Und beendet wird die Serie nicht mit Freude oder etwas Lebensbejahendem, sondern mit trauriger Musik. Hier hat jemand eine gute Buchvorlage genommen, um daraus den meist möglichen Profit geschlagen. Man hätte das Thema auch anders behandeln können. Ehrlich. Und schützend. Das ist hier nicht passiert.

Denn Suizid ist nicht romantisch. Er ist auch nicht traurig, nicht dramatisch und auch nicht heroisch. Eigentlich gibt es kein Wort welches ihn richtig umschreibt. Es ist mehr so Death Metal. Laut, unharmonisch und irgendwie falsch.

Wer Suizid begeht, ist ein Mörder. Denn derjenige stirbt nicht allein, alle Menschen aus dem nähren Umfeld werden ebenfalls ausgelöscht. Den Menschen davor gibt es nicht mehr, sie werden niemals wieder sein was sie vorher waren. Und es gibt auch keine Genugtuung, wie in der Serie vermittelt wird. Wenn man nicht mehr da ist, sieht man den Schmerz der anderen nicht, oder die Schuldgefühle, die Betroffenheit. Man ist einfach nicht mehr da. Es gibt kein „lass uns noch mal reden“ mehr, es gibt kein „lass mich noch mal deine Hand halten“ mehr, es gibt kein Morgengrauen mehr, kein Blick, kein Atmen, nur noch Stille und für immer unbeantwortete Fragen.

Und die Schuld, sie wiegt wie Felsbrocken auf den Schultern der Hinterbliebenen, jeder hinterfragt sich selbst immer und immer wieder, auch wenn er vielleicht gar nichts falsch gemacht hat. Wir alle fühlen Schmerzen, mal mehr mal weniger, und manchmal so schwer das wir denken, es wäre das einfachste nicht mehr auf zu wachen. Aber Schmerz ist wichtig. Das menschliche Gehirn speichert negative Erfahrungen gewichtiger als positive, weil wir uns dadurch weiter entwickeln sollen, lernen, es nächstes Mal besser zu machen. Schmerz soll uns stark machen. Stark für Situationen, die noch mehr Stärke erfordern.  Daran zu zerbrechen ist so nicht vorgesehen.

Und deshalb ist die einzige wirkliche Vorbeugung aufmerksam durchs Leben zu gehen. Wir wissen niemals welche Kämpfe der fluchende Mann im Auto vor uns gerade durchsteht. Wir wissen nicht, was die Frau mit Lockenwicklern im Bus gerade durchmacht. Vorurteile sind scheisse, Vorsicht nicht verkehrt. Man sollte auf sein Bauchgefühl hören und freundlich sein, etwas mehr Freundlichkeit schadet wirklich niemandem. Und wenn wir Zeuge von Ungerechtigkeiten werden, dann sind wir verpflichtet nach unserem best möglichen einzugreifen, damit man sich selbst noch im Spiegel anschauen kann.

Wer mit dem Gedanken spielt sein Leben zu beenden, der sollte mal eine Liste erstellen. Auf der einen Seite steht der endende Schmerz. Der hört auf, das ist richtig. Auf der anderen Seite steht Schokoladeneis, Sonne, Kino, Sommer,  Sprünge ins Meer, Küsse im Regen, Weihnachtsplätzchen, Lagerfeuer, das Rauschen der Blätter, laute Musik, Achterbahnen, Liebe, der Duft von nasser Sommerluft… die Liste ist unendlich fortsetzbar. Es ist nicht wichtig Jemandem zu gefallen, man muss sich selbst gefallen.

Die Serie vermittelt dem Zuschauer, dass es wirklich keinen anderen Ausweg mehr gab, als sich das Leben zu nehmen. Das verurteile ich. So was kann man einfach nicht in dieser Form zeigen. Es gibt immer einen Weg, und es gibt immer Jemanden, dem man etwas bedeutet. Immer. Und an Denjenigen sollte man sich wenden, daran festhalten. Denn, es wird besser. Immer. Und irgendwann blickt man zurück, und stellt fest, dass man aus dem ganzen Schmerz auch etwas positives gezogen hat.

Die Serie zu verbieten würde nicht viel Sinn machen, den verbotenes ist erst recht interessant, aber es sollte eine eindeutige Warnung ausgesprochen werden, das ist wirklich das Mindeste. Suizid bringt wirklich Niemandem irgendwas außer Kummer, Leid und Dunkelheit.

Hurra, endlich Schulkind!

Morgen ist Einschulung. Kind aufgeregt, Eltern aufgeregt, ganze Stadt aufgeregt. Hat sich vielleicht mal irgendjemand gefragt, warum wir das eigentlich so groß feiern? Ich meine mal ehrlich, Schule ist scheiße.  Wirklich. Oder gibt es hier jemanden, der von sich behaupten kann, dass die Zeit nach dem Kindergarten in der Schule die beste Zeit seines Lebens war? Wohl kaum.

Dabei können sich Eltern eigentlich nur die Frage stellen: „Ist mein Kind jenes, welches demnächst mit dem Kopf ins Klo getaucht wird, oder ist mein Spross derjenige, der andere Kinder ins Klo taucht?“ Ok, ganz so schlimm ist es nicht, aber die Kleinen gehen freudestrahlend mit ihrer Schultüte los, um dann zwei Wochen später nicht mehr hin zu wollen/ weinend vor dem Schultor stehen/ erster Anruf vom Lehrer. Weil? Schule scheiße ist!

So verbringen wir Wochen damit, unserem Kind vorzugaukeln, wie toll es in der Schule ist, Lesen, Rechnen, etc., machen eine Riesenparty. Und dann? Möchte das Kind wieder in den Kindergarten. Ist aber nicht! Wir haben dich voll verarscht. Und wundert es da noch jemanden, wenn wir bei unseren Kindern in der Pubertät das Hassobjekt Nummer 1 werden? Wir haben denen nichts als Mist und Unwahrheiten erzählt. Weihnachtsmann, Nikolaus, Schule ist toll, Kinder kommen vom Storch…die haben alles Recht der Welt, uns blöde zu finden. Und dabei wollen wir sie ja nur beschützen. Das Unangenehme so angenehm wie möglich machen. Quasi so, als würde ein Hundehalter jeden Hundehaufen mit einer Blume bestücken. Ist aber dann immer noch scheiße. Mit Blume.

Und für uns Eltern ist jetzt auch Schluss mit lustig. Fängt schon beim Einschlagen der Bücher an. Gibt es dafür einen Volkshochschulkurs oder so? Schafft es hier irgendjemand, Bücher zu verkleiden, ohne dass man sie hinterher nicht mehr schließen kann, oder dass sie keine Falten oder Blasen werfen? Dieses Mysterium werde ich nie ergründen, ich bin einfach zu blöde.

Und all die Erstkindereltern, nachdem ihr nun alle Schulsachen einzeln mit Namen bestückt habt – weil von der Schule gewünscht – vergesst es, das war nur eine Beschäftigungstherapie für euch, die Sachen sind trotzdem nach einer Woche weg. Und unauffindbar. Falls ihr euch schon immer gefragt habt, was sich hinter der immer verschlossenen Tür in der Schule befindet: Ein schwarzes Loch! Darin verschwinden Stifte, einzelne Schuhe, Mützen, Handschuhe, Brillen, Uhren, ALLES. Bis auf KiK Jacken, die mögen das schwarze Loch nicht. Deshalb nähe ich in die gute Winterjacke einfach ein KiK Emblem ein. Funktioniert.

Und das liebevolle Broteschmieren mit Gurkentieren und ausgestanzten Broten werdet ihr euch auch schnell abgewöhnen, wenn ihr zum zwanzigsten Mal die volle, zermatschte Dose aus der Tasche gefischt habt, oder, wenn ihr es vergesst, die volle, zermatschte Dose mit Fell. Was natürlich eure Schuld ist.

Dann die wunderbaren Elternabende nicht zu vergessen. Sollen eigentlich eine Stunde dauern, sind aber immer mindestens zwei bist drei, weil es immer Eltern gibt, die in der ersten Klasse schon wissen wollen, wie das denn mit dem Übergang ins Gymnasium ist, ob es nicht sinnvoll ist, jetzt schon mal Spanisch zu lernen, und ob es statt Hofpause auch einen Aufenthaltsraum für besonders Begabte – zum Lernen – gibt.

Nicht zu vergessen das ständige Einsammeln von Geld. Fahrt zur Bücherei, 5 Euro. Kuchenbasar, 5 Euro für Wertmarken plus einen Kuchen bitte, damit ich den Kuchen dann doppelt bezahlen kann.  Ausflug zur Müllkippe, 10 Euro bitte. Ich meine, es hat schon einen Sinn, immerhin fand ich es dort damals offenbar so toll, dass ich mich heute in meiner privaten Müllkippe sehr heimisch fühle.

Schule ist schon toll. Nicht. Also lasst uns die Einschulung feiern, lasst es so richtig krachen! Es tut mir leid, aber irgendwie kommt mir immer wieder das Wort „Beerdigungsfeier“ in den Sinn. Ist ja auch eine Feier und gewisse Parallelen lassen sich nicht von der Hand weisen. Ich meine, das ist wie eine Beschneidungsfeier. „Hey, wir schneiden dir gleich ein Stück von deiner Vorhaut weg, das wird total klasse!“ Also, ich respektiere da alle religiösen Hintergründe, aber scheiße, das tut doch weh! Es ist, wie es ist, wir feiern den Gang zum Schafott. Ich weiß nicht, warum.

Und alle, die meinen, ich sei egoistisch und gemein, nein, natürlich bekommt mein Kind eine riesige Schultüte und seinen Lieblingskuchen und sein Lieblingsessen, wird schick angezogen und bekommt einen schönen Tag. Aber ich werde mich nicht mehr so ganz wundern, wenn er dann in der Pubertät ausrastet. „Biste alles selber schuld“, würde mein Großvater sagen. Ich wünsche euch eine schöne Einschulung.

 

Willkommen in der Matrix!

Manchmal frage ich mich was wäre, wenn die Welt um mich herum nicht existieren würde. Also alles was ich sehe, entspringt meinem Kopf, sobald ich mich umdrehe, existiert das hinter mir nicht mehr, die Menschen mit denen ich agiere existieren nur, solange sie direkt vor mir stehen. Es ist meine Welt, ähnlich wie in der Matrix und ich bin allein.

Und da es meine Welt ist, passiert mir auch nichts. Ich lesen furchtbare Dinge in der Zeitung, und habe Angst, aber ganz tief im Inneren denke ich „das passiert mir nicht“. In der Jugend denkt man sowieso man sei unsterblich, aber etwas von dem Gefühl bleibt, egal welch schreckliche Dinge ich sehe. Wir brauchen die Zeitung nur weglegen, wir brauchen uns bei dem Unfall nur umdrehen, und alles ist verschwunden, nicht mehr existent.

Wer kann mir beweisen, dass du das selbe Grün siehst wie ich? Vielleicht nimmst du Dinge ganz anders wahr, vielleicht siehst du Sachen, die ich nicht sehen kann. Wer weiß ob manche Tierarten nicht phänomenale Fähigkeiten haben, die wir aber niemals erforschen können, da unser Gehirn dafür gar nicht ausgelegt ist.

Ich bin also allein in dieser Welt, alles existiert nur, weil ich das möchte. Würde ich mich also wirklich weiterhin mit Situps quälen, damit der Bauch straff ist? Wenn es doch niemand außer mir sieht? Würde ich wirklich die Schuhe mit den Ultraabsätzen tragen? Würde ich im Sommer mit langen Hosen rumrennen, weil meine Beine nicht so schön sind? Würde ich wirklich niemals ungeschminkt aus dem Haus gehen? Würde ich Entscheidungen treffen, aufgrund meiner eigenen Meinung und nicht der Beeinflussung Anderer?

Dann wäre ich nämlich wer ich bin. Ich wäre real und kein Trugbild in deiner Welt.

Armeisgeddon

Sehr einst verehrte und respektierte Gartenmitbewohner,

ich habe die Schnauze gestrichen voll, ich bin ein nervliches Wrack und erstmals kann ich mich in die Gefühlswelt von Amokläufern einfinden.

Ich hab euch in Ruhe gelassen, ich habe euch nicht einmal von der Terrasse verscheucht und habe im Gegenzug gleiches von euch erwartet, aber nein, ihr blöden, arroganten Scheißviecher habt ja offensichtlich einen „The World is not enough“ Trip oder so was, jedenfalls war ich nicht erfreut, euch in meinem Hausflur anzutreffen, noch weniger begeistert bin ich über die Tatsache, dass ihr meinen – nebenbei bemerkt sau teuren- Thuja Baum mit Formschschnitt langsam aber wirkungsvoll ermordet habt, dazu noch sämtliche Blumenkästen bevölkert und somit auch meiner Sommerpracht ein Ende bereitet habt, aber die absolute Krönung der Unverschämtheit, die Impertinenz eurer unfassbaren Arroganz ist es, über meinen Tisch zu laufen während wir essen, meinen Kindern in die Beine zu beißen und in mein Essen zu kakken. JETZT REICHT ES MIR.

Verpisst euch von meinem Grundstück ihr widerwärtigen Kreaturen aus der Hölle! Und wer mir jetzt kommt mit „wir sind ihren Lebensraum eingedrungen, nicht umgekehrt“, der soll mir dann mal bitte sagen, wo denn genau dann MEIN Lebensraum ist? Irgendwo muss ich meinen Bierarsch ja parken, und ich bin nun mal hier, wo soll ich hin? Würde ich in irgendeiner Höhle hocken, dann wärt ihr Arschmaden doch auch da und würdet euch über das frisch erlegte Mammut hermachen und mir in auf mein Büffelfell pinkeln.

Und von wegen Respekt vor den stärksten Insekten mit sozialer Gemeinschaft, weshalb sollte ich? Die Scheiße mit dem Schleppen ist angeboren, das hat sich Mutter Natur halt so für euch ausgesucht, warum sollte ich da Tribut zollen? Wenn ich Morgens aus dem Haus gehe, stehen auch nicht sämtliche Katzen und Hunde Spalier und klatschen Applaus weil ich auf 2 Beinen laufe. Und wenn ihr so furchtbar sozial seid, wo ist dann bitte euer Respekt vor anderen Lebewesen? Sucht euch gefälligst euer eigenes Essen, der ganze verdammte Garten steht euch zur Verfügung, und wehe es läuft euch ne Ameise aus einem anderen Nest über den Weg, dann gibt es aber gleich Mord und Totschlag. Vielleicht hab ich auch einfach die Bedeutung von „Sozial“ falsch verstanden. Dementsprechend würde ich dann aber in einer sehr sozialen Welt leben.

Keiner kann euch leiden, niemand braucht euch, ihr stinkt und seht scheiße aus,  geht und nehmt die beschissenen Wespen gleich mit, die braucht auch keiner. Und Ameisenforscher sind es auch nur deshalb geworden, um euch zu verstehen, damit man euch systematisch ausrotten kann. Ja, jetzt lacht ihr bestimmt, und ihr kommuniziert und seid sowieso viel intelligenter und toller und ganz viel hübscher als die Menschheit, wir verstehen euch nur nicht, weil wir diese hoch intelligente Spezies mit unseren minderwertigen Hirnen überhaupt nicht begreifen können. Aber wisst ihr was? Benehmen ist auch bei den schlausten Geschöpfen angebracht. Wenn man einen dummen Hund immer wieder tritt , wird er einem irgendwann ins Bein beißen. Arroganz bedeutet Fall- früher oder später. Und diesen Zeitpunkt haben wir jetzt erreicht, ihr glubschäugigen Kotzbrocken. Ihr habt jetzt genau noch einen Monat Zeit euer gesamtes Pack zu nehmen und euch zu verkrümeln, ansonsten hol ich Gift. Viel Gift. Ja, lacht nur, wenn das nichts nutzt hol ich mir nen Flammenwerfer, und wenn das alles nichts nutzt, dann fahr ich zu Kim  Jang Jung Jong, hol mir seine Nuklearwaffen und jage die ganze Bude in die Luft. Und Berlin, und Deutschland und den Rest der Welt, alles AAAALLLLEEEESSS. Und falls ihr das wider erwartend überleben solltet, dann könnt ihr ja mal gucken wer euch in Zukunft das Essen kocht, und wem ihr dann vors Bein pinkelt und wer euch den Garten umgräbt, wir sind hier nämlich hier die intelligentererere Spezies, ihr Kotzfressen!