Mensch, heile dich selbst!

Zunächst einmal möchte ich mich für die verbalen Entgleisungen meines letzten Blogeintrags entschuldigen. Es ist natürlich absolut indiskutabel Schokolade in ein negatives Licht zu rücken. Wir haben uns mittlerweile vertragen. Die Pissterrorpinguine dürfen aber ruhig in der Antiaggressionsgruppe bleiben.

Zur Sache: Winterzeit, Erkältungszeit. Nun ist aber eine brandneue Krankheit auf dem Markt, und ich habe sie für euch getestet! Die Rattenkrankheit. Nein, nicht die Pest, aber diese Seuche verdient einen beschissenen Namen. Also Rattenkakkrankheit. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus normaler Erkältung und nicht normaler Erkältung.

Nachdem die „normale“ Erkältung mich erwischt hatte, und ich nach 5 Tagen oder so dachte „yeah, jetzt wird es endlich besser“, hatten meine Viren in der Nacht offenbar ein Stelldichein mit ein paar Viren aus dem tiefsten Schlund der Hölle, von den Satanpinguinen aus der Tonne persönlich auf mein Brot geniest. Jedenfalls war am nächsten Morgen alles dicht, Ohren, Nase, Kopf. Ich habe seit nun fast 14 Tagen weder etwas gerochen noch geschmeckt. Das wäre nun natürlich ein wunderbarer Zeitpunkt für eine Karriere als Kläranlagenreiniger, oder ich könnte feststellen dass ein Bad in Dünnschiss viel besser für die Haut ist als ein Moorbad, aber nein, ich muss das los werden.

Um mich kurz zu fassen:

Knoblauch im Ohr: Effektiv gegen mitteilungsfreudige Nachbarn und zu langes Warten an der Supermarktkasse, bei Rattenkrankheit unwirksam. Eventuell habe ich aber auch nur einen Placebo Knoblauch erwischt.

Tee mit Honig: Ideal zum Verbrauch von ungeliebten Sorten, ansonsten kein Erfolg.

Kopf über Nudelwasser halten: Sehr angenehm, kein Effekt zu vermerken.

Lautstarkes fluchen und verwünschen der Rattenkrankheit: Psychische Erleichterung, Physische Nullnummer.

Gepresster Orangensaft mit Zitrone: Verschwendung von Ressourcen.

Rotlichtlampe: Ideales Stilmittel für Blair Witch Projekt 10, Rattenkrankheit erfreut sich absoluter Resistenz.

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Esberitox, Gelomythol, Zink, Vitaminpillen, Opfergabe an die Pinguine in der Tonne, nix.

Aber dann stieß ich beim durchwühlen meines Medikamentenschranks auf eine altertümliche Flasche mit sonderlichen Schriftzeichen! 16216124_1408385885851724_885149130_n

Einmal tief dran gerochen, merkt man zumindest ein Knistern in der Nase, also direkt Wasser aufgesetzt, und statt der empfohlenen 2 Tropfen direkt mal 10 rein gemacht, ist ja schließlich schon seit 2011 abgelaufen.Handtuch drüber und tiiiieeeef einatmen. Empfehlung : man sollte sich an Dosieranweisungen halten. Ich bin mir nicht sicher, ob sich zu diesem Zeitpunkt noch Organe in meinem Körper befinden. Das Zeug zieht einem nicht nur den Schlüpper aus, es tätowiert einem auch gleich ein „pimped by J.Minz“ auf den Hintern. Es brennt wie Hölle. Die Japaner, die fackeln nicht lange, und ich hege den Verdacht, dass die Minzöl und Danchlorix im gleichen Werk herstellen. Nun ja, es brennt, es verbrennt alles, außer der Rattenkrankheit. Sie ist immer noch da, alle Bemühungen waren erfolglos.

ABER: es heißt ja jede durchlebte Krankheit stärkt die Abwehrkräfte. Bei mindestens 2 Erkältungen und 2 mal Kotzerei im Jahr müsste ich bald eine verdammte Wehrmacht im Körper haben. Warum werde ich dann wieder krank? Na klar, um noch stärker zu werden, ich meine das ganze „Kind iss die Pampelmuse, stärkt die Abwehr“ und „jaja, 4 Kilometer durch den Regen macht das Immunsystem stark“- Scheisse, muss ja irgendeinen Sinn haben. Also nicht mehr lange und ich habe das optimale Chuck Norris Abwehrsystem. Wenn ich also als Oma im Lehnstuhl sitze und Gevatter Tod anklopft, kippe ich mir schnell ein Actimel runter und dann guckt der ganz schön doof aus der Wäsche. Bis dahin werde ich sämtliche Widersacher mit Minzöl aus dem Weg räumen. Falls der Pinguin/Rattenfluch jemals von mir weicht.

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